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Artikel-Fütterung im Winter für das Pferd

Warum das Futter im Winter anders sein muss

Der Winter ist kein Zuckerschlecken für das Pferd. Temperaturen fallen, der Stoffwechsel schaltet hoch, und plötzlich verbraucht das Tier mehr Energie, als es im Sommer je könnte. Kurz gesagt: Ohne angepasste Ration verliert das Pferd an Kraft, wird anfällig für Koliken und kann sogar in die Kälte „erfrieren”. Und das ist nicht nur ein Problem für Hobby-Reiter, sondern für jede Stallhaltung.

Grundlagen: Energie, Wasser, Mineralien

Erst einmal: Der Kalorienbedarf steigt um bis zu 30 % bei starken Temperaturschwankungen. Das bedeutet: Mehr Heu, aber nicht jedes Heu ist gleich. Hochwertiges, frisches Heu liefert mehr lösliche Fasern, die schneller verdaut werden – das ist Gold wert, wenn das Pferd mehr Wärme produzieren muss. Und Wasser? Viele denken, das Pferd trinke im Winter weniger. Falsch! Der Wasserverbrauch bleibt hoch, weil das Futter trockener ist. Stets frisches, sauberes Wasser bereitstellen, sonst droht Dehydrierung.

Die richtige Menge

Ein grobes Richtmaß: 2 % des Körpergewichts an Trockenmasse pro Tag. Aber das ist nur ein Ausgangspunkt. Beobachte das Pferd: Wenn die Mähne stumpf wird, wenn das Fell matt aussieht, dann hat es noch nicht genug. Und wenn das Pferd plötzlich im Stall „gähnt”, kann das ein Zeichen für zu wenig Energie sein.

Futterzusätze – Ja oder Nein?

Hier ist der Deal: Nicht jede Ergänzung ist nötig. Fettzusätze wie Raps- oder Sonnenblumenöl können schnell 200 kcal pro 100 g liefern. Praktisch, wenn das Heu nicht genug Energie bietet. Aber Vorsicht: Zu viel Fett führt zu Verdauungsproblemen. Mineralstoffpräparate sollten auf die individuelle Analyse abgestimmt sein – Blindzusätze sind reine Geldverschwendung.

Silage vs. Heu

Silage ist im Winter verlockend, weil es feuchter ist. Aber die Gefahr liegt im zu hohen Zucker- und Säuregehalt, der das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen kann. Wenn du Silage einsetzen willst, dann nur in geringen Mengen und immer gemischt mit hochwertigem Heu.

Praktische Tipps für den Stall

Erstens: Futter immer in kleinen Portionen über den Tag verteilen. Das verhindert, dass das Pferd alles auf einmal frisst und danach träge wird. Zweitens: Achte auf die Stalltemperatur. Ein zu kalter Stall erhöht den Energieverbrauch noch weiter. Drittens: Kontrolliere regelmäßig das Körpergewicht. Eine Waage im Stall kann Wunder wirken.

Ein Beispielplan

06:00 Uhr – 2 kg hochwertiges Heu + 0,2 l Rapsöl
12:00 Uhr – 1 kg Hafer, leicht gesüßt mit Karotten
18:00 Uhr – 2 kg Heu, frisches Wasser nach jedem Fressen

Natürlich variiert das je nach Rasse und Arbeitsbelastung, aber das Grundgerüst bleibt gleich.

Wo du weiterführende Infos findest

Wenn du noch tiefer graben willst, dann schau dir diesen Artikel an: https://wetterpferd.com/articles/fuetterung-winter-pferd/. Dort gibt es genaue Tabellen, Kalorienrechner und Expertenmeinungen, die dir helfen, das Futter exakt anzupassen.

Der letzte Tipp

Beobachte das Pferd wie ein Detektiv, passe das Futter sofort an, wenn du Veränderungen bemerkst – sonst wird der Winter zum Albtraum.

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